Handwerk goes Digital an der BBS Nicolaus-August-Otto Schule in Diez

„Der selbstverständliche und kompetente Umgang mit Internet und Multimedia ist eine qua-lifikatorische Grundforderung für den Zugang zum Arbeitsplatz und für die Teilhabe am ge-sellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben der kommenden Jahrzehnte.“

Im Rahmen von schulischer Ausbildung, und im Besonderen im Rahmen von Schulschließungen zu der aktuellen und zurückliegenden Corona-Prophylaxe, soll den Schülerinnen und Schülern ein aktives Anwenden moderner Informations- und Kommunikationstechniken ermöglicht werden um berufliche Kompetenzen auf digitaler Lernebene zu fördern.

Digitale Medien sollen für den Lehr- und Lernprozess didaktisch so gestaltet werden, dass ein Berufsbezug entsteht und über diesen eine Entwicklung von Medienkompetenz gefördert werden kann. Schülerinnen und Schüler sollen unter anderem die Fähigkeit erlangen, Medien kreativ anzuwenden. Der Schwerpunkt umfasst dabei verantwortungsbewusst Medien zu nutzen und eine gestaltende Teilhabe an der Mediengesellschaft anzubahnen. Es soll darauf vorbereitet werden, im kontinuierlichen Wandel der digitalen Berufs- und Bildungswelt, flexibel agieren zu können.

Ein besonderes Ziel der NAOS ist es im Prozess der Schulschließungen und der damit verbundenen Neugestaltung von Lernarrangements durch den Einsatz digitaler Medien deren kompetenzfördernden Einsatz weiter zu erproben und zu entwickeln.

Digitale Medien wie Smartphones, Laptops und PCs sind nicht nur in allen Bereichen des täglichen Lebens, sondern ebenso in vielen Berufen eingebunden und Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausübung des jeweiligen Berufes. Die Schülerinnen und Schüler sollen gezielt darauf vorbereitet werden, im stetigen Wandel der digitalen Berufs- und Bildungswelt flexibel agieren zu können. Speziell im handwerklichen Bereich finden aktuell große Umbrüche in Bezug auf die Digitalisierung von Arbeitsprozessen oder Fort- und Weiterbildungsprozessen statt. Wenn digitale Bildung ein sich ständig weiter zu entwickelnder Prozess ist, der sich an neuen technischen Gegebenheiten und sozialen sowie beruflichen Wandlung zu orientieren hat, darf der Einsatz digitaler Medien keine Ausnahme sein, sondern muss selbstverständlicher integraler Bestandteil in jedem Unterricht sein.

Als ein Erfolg der NAOS in Zeiten der Schulschliessungen war es, in der Abschlussklasse der Maler und Lackierer sowie Fahrzeuglackierer eine sichere Prüfungsvorbereitung mit verschiedenen digitalen Tools und E-Learning Plattformen zu ermöglichen. Nach langer Phase des Fernunterrichts, gerade mit Blick auf die zeitnah anstehende Gesellenprüfung, konnte ein Mehrwert in dem Element der Video-Konferenz und der gemeinsamen Kommunikation, auch mit einstimmiger Rückmeldung der Lerngruppe, wahrgenommen werden. Prüfungsvorbereitung, nach Rahmenlehrplan, konnte deutlich effektiver in Zeit, Nachhaltigkeit und Mehrwert für die Lerngruppe umgesetzt werden, als dies im Vergleich zu einer rein E-Mail basierte Kommunikation möglich wäre.

Die Nutzung dieses digitalen Mediums einer Video-Konferenz bildet darüber hinaus eine deutliche berufliche Kompetenz ab, und stellt auch bereits aktuell in Handwerksberufen ein gängiges Kommunikationsmedium dar.

Wichtig ist uns als Schule in diesem Zusammenhang aber, die Balance zu den „traditionellen Medien“ im Blick zu behalten, welche neben dem Einsatz digitaler keine untergeordnete Rolle einnehmen sollen, und gerade im Bereich der Entwicklung von Sozialkompetenzen eine große Bedeutung einnehmen.

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Die Integration des Lernens, die Anbahnung von Medienkompetenz und die Integration digitaler Me-dien in Schule und Unterricht ist ein systemischer Schulentwicklungsprozess, der fortschreibend, im Zusammenspiel mit allen Beteiligten, weiterentwickelt und gestaltet werden muss.

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