BBS NAOS ist „denkmal aktiv“

denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule und die BBS Nicolaus August Otto Schule in Diez macht mit. Im Tandem mit ihren beiden Lerngruppen Berufsvorbereitungsjahr Fachrichtung Farbe/Raum und Wirtschaft sowie der Fachstufe II der dualen Ausbildung zum Maler und Lackierer, wurde die Bewerbung der NAOS durch eine Fachjury für die Teilnahme an dem einjährigen Schulprojekt „denkmal aktiv“ ausgewählt. Gefördert und geleitet unter der Schirmherrschaft der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Lernende erleben gebaute Geschichte und lernen so die Bedeutung von Kulturdenkmalen kennen – das ist die Idee von denkmal aktiv. Das Projekt bietet den Rahmen für schulische Projekte zu den Themen Kulturerbe und Denkmalschutz. Dabei werden die Schulen, die an denkmal aktiv teilnehmen, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit ihren Partnern fachlich und koordinativ begleitet und finanziell unterstützt.

Lernende werden motiviert sich Kultur und Geschichte zu nähern und lernen ein Gefühl der gemeinsamen Verantwortung für das kulturelle Erbe zu entwickeln, für einen respektvollen Umgang mit dem Kulturerbe einzutreten und sich aktiv für den Erhalt des kulturellen Erbes einzusetzen.

Mit bislang über 1.200 Teilnahmen an denkmal aktiv ist ein kontinuierlich wachsendes Netzwerk von Schulen

entstanden. Bereits seit 2002 steht das Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.

Wesentliches Element des Projektes ist es, sich im Verlauf eines Schuljahres intensiv mit einem oder mehreren denkmalgeschützten Objekten auseinanderzusetzen. Zudem kommen Lernende mit verschiedenen, am Denkmal beteiligten Berufsfeldern zusammen und lernen diese kennen. Sie führen Interviews mit Experten und dokumentieren ihre Projektergebnisse in vielfältiger Weise. Wichtig ist denkmal aktiv die Zusammenarbeit der Schule mit außerschulischen Partnern. Sie macht die Kompetenzen von Denkmal-Experten für die Arbeit im Unterricht nutzbar und ermöglicht eine Orientierung im Berufsfeld Denkmalpflege. Das Lernen am Denkmal wird so zu einer intensiven Erfahrung – im Gespräch mit Nutzern, mit dem Besuch von Werkstätten und Handwerksbetrieben und vor allem in der Auseinandersetzung mit dem Denkmal selbst.

Handwerkliche Restaurierung stellt eine große Verantwortung im Bereich der praktischen Denkmalpflege dar. Die projektorientierte Auseinandersetzung mit den Beziehungen von Denkmalpflege und Handwerk bietet zum einen die Möglichkeit, denkmaltheoretische und denkmalpraktische Ansätze auch auf die Lernfelder zu übertragen. Beiden Lerngruppen werden Einblicke in die beruflichen Perspektiven im Handwerk und der Denkmalpflege ermöglicht.

Der Fokus der Projektarbeit richtet den Blick auf die denkmalpflegerische »Substanz von Träger und Fassung«.

Durch die projektorientierte Arbeit soll die Vielfältigkeit handwerklich-denkmalpflegerischen Handelns aufzeigt werden.

In der ersten Projekthälfte stehen grundlegende Fragen im Raum wie: Was sind Kulturdenkmale und worin

besteht ihr Wert? Was haben diese Zeugnisse der Vergangenheit mit mir zu tun? Welche historischen Bauwerke sollten erhalten bleiben – und warum? Wer kümmert sich um die Erforschung und einen guten Umgang mit Denkmalen?

Wie können wir uns selbst engagieren für Denkmale, wie tatkräftige Netzwerke bilden?

Es soll eine Sensibilität dafür geschaffen werden, dass Denkmalpflege sich nicht nur mit Informationen, die durch Denkmäler überliefert werden beschäftigt, sondern sich auch für den materiellen Erhalt der Objekte einsetzt.

In der zweiten Projekthälfte liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung dieser Kenntnisse an realen Denkmälern. Beide Schwerpunkte, Theorie und Praxis, erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Fachpartner aus Denkmalschutz und Denkmalpflege. Außerschulische Lernort, und die direkte praktische Arbeit an Denkmälern, sollen Impulse für Entwicklungsmöglichkeiten im Handwerk öffnen.

Begleitet vom dem Zitat nach Johannes Cramer

„Nur weil Generationen von Bauhandwerkern, auch dann wenn Neues

geschaffen wurde, fortlaufend neue Putz- und Farbschichten auftrugen,

anstatt alte radikal abzuschlagen, haben wir heute noch die

Gelegenheit, historische Farbkonzepte und deren handwerkliche

Ausführung zu untersuchen.“ (Johannes Cramer)

werden sich die beiden Lerngruppen auf eine einjährige Reise durch restauratorische Befunde und Fassungsgeschichte begeben und spannende sowie erstaunliche Ergebnisse entdecken und mitnehmen.

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