Herbsttagung zum Thema „Künstliche Intelligenz (ChatGPT und Co.) in Schule und Wirtschaft“

Am Donnerstag, den 28.09.23, fand an der NAOS eine hochinformative Tagung zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) in Schule und Wirtschaft“ statt. Interessierte aus verschiedenen Bereichen kamen zusammen, um die neuesten Entwicklungen im Bereich der KI zu erkunden und kritisch zu hinterfragen.

Nach der Eröffnung durch das Leitungsteam von SchuleWirtschaft Rhein-Lahn – Frau Tanja Demko, Herrn Peter Zeisler und Herrn Jörg Schmitz – begann die Veranstaltung mit einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Anselm Hudde (Hochschule Koblenz, Professor für Data Science und KI mit Anwendungen im Versicherungs- und Finanzsektor). Hudde gewährte theoriebasierte Einblicke in maschinelles Lernen und stellte u. a. die Unterschiede zwischen überwachtem und unüberwachtem Lernen sowie „Reinforcement Learning“, einer Hybrid-Variante des maschinellen Lernens, heraus. Zudem ging Hudde auf die vielfältigen Herausforderungen in Bereichen wie Sicherheit und Datenschutz ein, die mit der rasanten Weiterentwicklung der KI korrelieren.

Der Vortrag von Herrn Nadim Kabbani (Lehrkraft an der BBS Boppard, Abgeordneter des „Digitalen Kompetenzzentrums“ RLP und Referent für Künstliche Intelligenz) stand ganz im Zeichen der Chancen und Risiken von KI in den Bereichen Schule und Bildung. Vorteile für SchülerInnen seien beispielsweise die Möglichkeit, rund um die Uhr Unterstützung anzufordern und Lernfortschritte individuell zu bestimmen. Auch LehrerInnen könnten von KI profitieren, etwa durch den Einsatz von Chatbots für die Unterrichtsplanung. Nicht unproblematisch seien dabei jedoch Aspekte wie das Plagiieren, die Gewährleistung des Datenschutzes sowie die Frage nach der Zuverlässigkeit der angeforderten Ergebnisse, so Kabbani.

Der dritte Vortrag, gehalten von Herrn Sven Pultar (Mittelstand-Digital Zentrum Kaiserslautern), rückte die Frage ins Zentrum, ob – und wenn ja, inwieweit – das „Produktionsmittel Mensch“ künftig durch Anwendungen der KI ersetzt werden kann. Anhand von Einblicken in das Unternehmen HELMUT MEETH®, einem mittelständigen Familienunternehmen mit Sitz in der Eifel, dessen Schwerpunkt die Produktion von Fenstern und Türen bildet, konnte gezeigt werden, wie Künstliche Intelligenz die Qualitätskontrolle zwar erleichtern, nicht aber gänzlich übernehmen kann. So könne KI, richtig programmiert und angelernt (Stichwort „Deep Learning“), Mängel und Defekte an Scheiben schnell detektieren und schon während der Herstellung ausfindig machen; den geschulten Blick eines Menschen, der vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen vereine, aber nicht ersetzen – so Pultars Einschätzung.

Die Veranstaltung kulminierte in einer lebhaften Diskussionsrunde, an der sowohl die Referenten als auch die TeilnehmerInnen partizipierten. Es wurden verschiedene Fragen erörtert, angefangen bei pädagogischen Überlegungen (Konfrontiert man schon Kinder mit KI und wenn ja, wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen?) bis hin zu den Herausforderungen bei der Implementierung von KI in Bildungseinrichtungen (Sollte KI ein fester Bestandteil in der Schule sein?) und Unternehmen (Wie wirkt sich KI auf die Arbeitswelt – konkret auf Jobübernahme und Arbeitsmarkt – aus?)

Die Tagung erwies sich als äußerst aufschlussreich und inspirierend für alle Beteiligten. Sie bot nicht nur eine Plattform zum Wissensaustausch, sondern förderte auch die Vernetzung zwischen Bildungsexperten und Unternehmern. Die Veranstaltung trug dazu bei, das Bewusstsein für die Potenziale von Künstlicher Intelligenz zu schärfen und eröffnete neue Horizonte für zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Bildung und Wirtschaft.

Text und Bild: SME

 

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